Backseat-Gaming Bedeutung

In diesem Artikel will ich Euch die Bedeutung/Definition/Erklärung des Begriffs „Backseat-Gaming“ und wann dieser Begriff gewöhnlich verwendet wird, erklären.

Bereits vorweg, der Begriff stammt aus der Gaming-Community.

 

Ursprung und Bedeutung: „Backseat-Gaming“

Der Begriff „Beakseat-Gaming“ kommt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt „vom Rücksitz aus spielen“.

Ein „Backseat-Gamer“ ist dann logischerweise jemand, welcher nicht aktiv ein Spiel spielt, sondern lediglich passiv von außen anderen dabei zusieht – und eventuell dabei ungefragt das Spiel kommentiert, aber dazu komme ich gleich.

 

Gebrauch/Verwendung:

Die Verwendung des Begriffs lässt sich am besten anhand eines Beispiels verdeutlichen.

Zum Beispiel: Karl spielt am Laptop Schach und Benjamin sitzt hinter ihm und schaut dabei zu.

Daher muss Backseat-Gaming grundsätzlich erst einmal nichts Negatives sein.

Denn Benjamin kann ja einfach in Ruhe ohne etwas zusagen zuschauen, oder aber sogar kann Karl ja Benjamin direkt um Rat fragen. Dann hat der Begriff eine positive Bedeutung.

Allerdings jedoch wird dem Begriff in der Regel eine negative Bedeutung zugewiesen.

Das gleiche Beispiel wie oben, nur äußert Benjamin dieses Mal ungefragt Aussagen wie: „Du musst mit dem König schlagen, nicht mit dem Bauern“.

Da Karl Benjamin nicht danach gefragt hat und ihm die Aussage von Benjamin stört, fühlt sich Karl genervt.

Daraufhin kann folgende Aussage von Karl folgen. „Benjamin, hör endlich auf mit dem Beakseat-Gaming, ich will deine Meinung, wie ich die gegnerische Figur zu schlagen habe, nicht wissen!“.

Daher hat der Begriff in der Gaming-Community meist eine negative Bedeutung.

Dabei kann es sogar so weit gehen, dass der Backseat-Gamer Euch bewusst falsche Tipps gibt, um Euer Spiel zu sabotieren.

Dies kann extrem nervig sein und man muss da wirklich sein Bestes geben, um seine Ruhe zu bewahren.

Daneben ist Backseat-Gaming manchmal sogar teilweise oder gar ganz verboten.

Denn durch die Einflussnahme einer anderen Person, die nicht spielt, z.B. indem sie im Schach einen Tipp für den nächsten Zug gibt, kann das Spiel stark beeinträchtigt werden.

Dies ist unfair für den Gegner und daher wird manchmal im vorne herein das Backseat-Gaming verboten.

 

Wie mit Backseat-Gamern richtig umgehen?

Ich persönlich würde Euch empfehlen Backseat-Gamern direkt zusagen, wenn sie stören. Am Anfang würde ich einen freundlichen Tonfall wählen, zumal keine bösen Absichten beim anderen da sein müssen. Vielleicht will er Euch ja nur weiterhelfen, oder merkt einfach nicht das er stört.

Wenn er dann allerdings nicht reagiert und Euch nicht in Ruhe lässt, würde ich es ihm deutlich und in einem bestimmten Tonfall sagen, dass er entweder aufhören muss Euch was zusagen, oder weggehen soll. Das hilft in den meisten Fällen.

 

5 klassische Typen von Backseat-Gamern

 

1. Der Troll

Einer der nervigsten Typen von Backseat Gamern ist der Troll. Er macht sich ein Spaß daraus, Euch die ganze Zeit auf das Glatteis zuführen.

 

2. Der Besserwisser

Genauso unbeliebt wie der Troll, nur dass dieser die Meinung vertritt, dass er immer alles besser weiß.

 

3. Der Saboteur

Das ist der hinterhältigste Typ von allen. Dieser handelt oft entweder aus Neid oder Freude daran, den anderen leiden zusehen.

Er versucht bewusst durch unwahre Aussagen den Spieler hinter das Licht zu führen.

 

4. Der Narzisst

Dieser Typ will immer was sagen, um etwas gesagt zu haben. Ihm geht es nicht darum, dass er einem weiterhelfen will, er will bloß das Wort haben.

 

5. Der Spoiler-Mensch

Dieser Backseat-Gamer, weiß bereits, was im Spiel passiert und er spoilert dies, entweder mit Vorsatz oder aus Fahrlässigkeit. Unabhängig vom Motiv geht dadurch oft der Spielspaß verloren.

 

Fazit zu Backseat-Gamern

Backseat-Gaming muss zunächst einmal keine negative Bedeutung haben, es gibt auch positive Fälle hiervon.

Allerdings stellen die positiven Fälle vom Backseat-Gaming die deutliche Minderheit dar.

Wenn Ihr also selbst das nächste Mal als „Beakseat-Gamer“ bezeichnet werdet, dann wisst Ihr jetzt, was der andere meint und von Euch will.

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.. ist Gründer von Sprachwissen.net. Er studiert derzeit Rechtswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit dem Schwerpunkt des internationalen Privatrechts und ist Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung. Alexander ist zweisprachig aufgewachsen und hat dadurch eine große Leidenschaft für Sprachen entwickelt. Aus diesem Grund hat er neben seinem Hauptstudium an der JGU mehrere Kurse der italienischen, russischen und spanischen Sprache besucht. Man könnte Alexander regelrecht als Polyglotter bezeichnen. Mittlerweile hat er Kenntnisse in über 6 Sprachen und arbeitet ständig daran, diese weiter auszubauen. Die Besucher von Sprachwissen nimmt er auf seine Abenteuer in der Welt der Sprachen selbstverständlich liebend gerne mit.

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